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ZIELE

Die Qualzucht-Diskussion betrifft auch den Zwergspitz bzw. Pomeranian.

Parallel zu den Anforderungen von Zuchtvereinen und Tierschutzgesetz verfolgen wir unser persönliches langfristiges Zuchtziel: Den Pomeranian wieder größer und funktionaler zu machen, ohne zu viel von seinem Typ zu verlieren.

ZUCHTZIEL

Losgelöst von der Idee des winzigen Zwergspitzes möchten wir den Spitz im Pomeranian-Typ größer und funktionaler züchten. Auf lange Sicht wünschen wir uns einen Spitz von 27 bis 30 cm Schulterhöhe mit 4,5 bis 7 kg Gewicht, der gleichzeitig optisch nicht an den klassischen Kleinspitz erinnert.

 

Er soll wesensfest sein, d. h. weder ängstlich noch zu überdreht oder gar aggressiv. Sein Fang soll lang und breit genug sein, um einen selbstständigen Zahnwechsel und eine freie Atmung zu ermöglichen. Seine Kniescheiben sollen möglichst fest sitzen und nicht luxieren. Seine Augen sollen nicht herausquellen, sondern tiefer im ausreichend großen Schädel sitzen. Einem Schädel, der nach der Welpenzeit vollständig verschlossen ist, d. h. keine offene Fontanelle zurücklässt.

AUSSCHLUSS

Nicht in die Zucht gehen sollen in erster Linie Spitze mit klinischen Symptomen jeglicher Art; bspw. neurologische oder durch ausgeprägte Patellaluxation, einen zu kurzen Fang oder einen missgebildeten Schädel hervorgerufene Symptome und Leid. Speziell für Rüden bedeutet auch ein Hodenhochstand wie gehabt den Zuchtausschluss.

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Für Sonderfarben, die auf dem Dilut-Gen basieren, gilt für uns der Zuchtausschluss von Spitzen mit sichtbaren Anzeichen der CDA (Colour Dilution Alopecia), d. h. starker, permanenter Haarausfall sowie nackte und gereizte Hautstellen.

SELEKTION

In zweiter Linie selektieren wir gegen ausgeprägte Qualzuchtmerkmale wie hervorstehende Augen, stark nach außen schielende Augen, einen extrem kurzen oder nach oben gerichteten Fang, signifikante Kieferfehlstellungen, Atemgeräusche oder Atemprobleme, eine Körpergröße unter 25 cm und 3,5 kg sowie bei Hündinnen Probleme bei der natürlichen Geburt.

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Alle Spitze werden genetisch umfassend ausgewertet. Anlagenträger von Erbkrankheiten werden genau auf deren Auswirkungen und Zuchtpotenzial hin evaluiert. Ist eine sichere Zucht mit einem Anlagenträger nicht möglich, erfolgt der Zuchtausschluss. Verpaarungen von Anlagenträgern derselben Erbkrankheiten schließen wir so aus.

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Die farbgenetische Auswertung umfasst zudem die Ergebnisse des D-Lokus (Dilut), S-Lokus (Weißscheckung) und M-Lokus (Merle). Das Ergebnis des M-Lokus jedes Zuchthundes, inklusive Basenpaarlänge, findet gezielt in der Planung von Verpaarungen mit Merle Anwendung. Bspw. schließen wir aktuell die Zucht mit Mh-Merle (Basenpaarlänge ab 269 und darüber) aus, da es in seltenen Fällen angeborene Hörminderung oder Taubheit verursachen kann.

Das noch nicht genetisch testbare "Whitehead" möchten wir im Spitz möglichst vermeiden und keinesfalls zwei weißköpfige Spitze verpaaren.

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Ein auffallend aggressiver oder lauter Charakter ist ebenso wenig gewünscht wie ein besonders ängstlicher.

VOR ZUCHTEINSATZ

Vor dem ersten Zuchteinsatz sollen unsere Spitze standardmäßig genetisch und tierärztlich untersucht sein. Zusätzlich evaluieren wir unsere Spitze auf mögliche klinische Symptome und Charaktereigenschaften. Im Einzelnen sind das folgende Untersuchungen und Bewertungen:

Untersuchung auf den Grad der Patellaluxation

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Evaluation des Gebiss-Status

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MRT-Untersuchung auf den Grad der

Chiari-like Malformation und Syringomyelie

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Abtasten auf persistierende offene Fontanelle

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Evaluation auf klinische Anzeichen eines Hydrozephalus

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Genetische Auswertung auf Erbkrankheiten

(bspw. progressive Retinaatrophie)

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Evaluation des Körperbaus

(Fanglänge, Rückenlänge, Beinlänge, Kopfform, Rutenform etc.)

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Genetische Auswertung der Farbgenetik,

inklusive M-Lokus (Merle)

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Evaluation der Atmung und Belastbarkeit

sowie ausreichender Nasenöffnung

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Beachtung der Körpergröße und des Körpergewichts

vor dem Hintergrund des angestrebten Zuchtziels

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Evaluation des Charakters und der Alltagsfähigkeit

WAHL DER VERPAARUNG

Welche zwei Zuchthunde letztlich verpaart werden, basiert auf einer Reihe von Faktoren: Erbkrankheiten, Farbgenetik, optische und charakterliche Merkmale.

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Genetische Kompatibilität wird uns vor allem durch mögliche Freiheit oder Trägerschaft von Erbkrankheiten vorgebenen. Ist einer der gewählten Zuchthunde Träger einer Erbkrankheit, muss der mit ihm zu verpaarende Zuchthund frei von dieser Erbkrankheit sein. Idealerweise sind beide Partner einer Verpaarung frei von allen bisher testbaren rassetypischen Erbkrankheiten.

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Auch Farbgenetik findet bei jeder unserer Verpaarungen Anwendung, insbesondere bei solchen mit Merle. Um gesundheitliche Einschränkungen durch Doppelmerle zu vermeiden, sind unsere Zuchthunde genetisch auf den M-Lokus ausgewertet und wir verpaaren sie entsprechend.

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Die tierärztliche Untersuchung der Zuchttauglichkeit gibt uns vor allem Auskunft über zwei große Probleme der Rasse: den Grad der Patellaluxation und den Gebiss-Status. Verpaarungen möchten wir entsprechend so wählen, dass möglichst keine Fehlbildungen des Kiefers oder der Kniestrukturen bei den Welpen zu erwarten sind. Idealerweise haben beide Partner einer Verpaarung einen freien Patellaluxation-Befund. Alternativ weist höchstens einer von beiden maximal Grad 1 auf. Dasselbe Prinzip wenden wir auf den Gebiss-Status an.

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Charakterlich sollten sich die ausgewählten Zuchthunde mindestens in ihren Charaktereigenschaften ergänzen, um Ängstlichkeit oder Überdrehtheit zu vermeiden. Idealerweise weisen beide Partner einer Verpaarung einen souveranen, alltagsfähigen Charakter auf.

ÜBERGRÖßE versus STANDARD

Der VDH schreibt deutschen Züchtern für Pomeranian bzw. Zwergspitz und Kleinspitz genau die gewünschte Größe (Schulterhöhe) ihrer Rassen vor. Aktuell gilt für den Zwergspitz bzw. Pomeranian laut VDH eine Schulterhöhe von gerade einmal 18 bis 22 cm. Während wir die Optik des Pomeranians bzw. Zwergspitzes lieben, finden wir diese Größenvorgaben unverantwortlich.

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Würden wir unter dem VDH den Zwergspitz bzw. Pomeranian züchten, müssten wir uns an diese Vorgaben jedoch halten. Aufgrund seiner strengen und teils katastrophalen Vorschriften für viele Rassehunde kam der VDH für uns nie infrage. Glücklicherweise gibt es unzählige andere Zuchtvereine, die den Rassestandard und Variation innerhalb der Rasse flexibler handhaben. Entsprechend haben wir auch mehr Freiheiten bezüglich unseres Zuchtziels. Ganz nebenbei öffnen solche flexiblen Rassestandards auch den Genpool einer Rasse, was bei richtiger Umsetzung eine erhebliche Erleichterung des viel zu engen Genpools in fast jeder Hunderasse bedeuten kann.

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Durch die Zucht in der "Dissidenz", d. h. außerhalb eines VDH-anhängigen Zuchtvereins, ist die von uns angestrebte Übergröße des Pomeranians ein erreichbares Zuchtziel. Gleichzeitig erhalten alle unsere Welpen bei Auszug weiterhin eine offizielle Ahnentafel.

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Wir züchten mit Liebe & Verstand im Verein. Alle unsere Hunde sind tierärztlich überprüft und ihre Zuchttauglichkeit bescheinigt. Unsere Zucht ist genehmigt nach § 11 TierSchG.

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Haben Sie Interesse an einem Welpen aus unserer Wurfplanung, einem aktuellen Wurf oder generelle Fragen vor dem Kauf,
schreiben Sie uns.

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Mehr Bilder, Videos und Aktuelles zu unserer Zuchtstätte finden Sie unter:

     

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             @canis_dulcis

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